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Einmal entlang der historischen Seidenstraße vom Okzident in den Orient
fahren, von der Wiege der europäischen Kultur ins Reich der Mitte, ist
für viele Radfahrer ein Traum. Anlässlich der Ausrichtung der
Olympischen Spiele 2008 in der chinesischen Hauptstadt erfüllen wir
diesen Traum – und radeln in 175 Tagen von Athen nach Peking.
Unsere
Etappenziele sind Troja, die georgische Hauptstadt Tiflis, Baku,
Aschgabad (Turkmenistan), Buchara, Samarkand, Taschkent, Alma-Ata,
Urumqi, Turfan, Dunhuang und Xi’an.
Im Rahmen des forum anders reisen
haben sich für die Organisation der Reise sechs Länderspezialisten
zusammengetan, die seit Jahren außergewöhnliche Reisen organisieren: Mit
engem Kontakt zur Bevölkerung, ungewöhnlichen Begegnungen und besonderen
Reiserouten. Auf dieser Basis entstand im Jahre 2005 auf Initiative des
Veranstalters China By Bike die Idee, eine Fahrradreise zu kreieren, die
in symbolischer Form das olympische Feuer vom „alten“ zum „neuen“ Austragungsort der Spiele bringt und auf besondere Weise eine kulturelle
und begegnungsorientierte Brücke zwischen der europäischen und
asiatischen Kultur schlägt.
Alle an dieser Reise beteiligten Veranstalter sind Mitglieder des forum anders reisen und unterstützen daher die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus, dessen Grundidee die Achtung der natürlichen Ressourcen und der besondere Respekt vor fremden Kulturen ist.
Wir sind der Meinung, dass diese Reise eine Besonderheit darstellt, weil sie
- ...den Begegnungsaspekt zwischen Reisendem und Einheimischen in besonderem Maße in den Vordergrund stellt. Durch das Fortbewegungsmittel Fahrrad und die Wahl einfacher Unterkünfte, Gästehäuser und Zeltunterkünfte reist der Kunde und Gast auf „gleicher Augenhöhe“ durch die bereisten Länder. Begegnungen werden so alltäglich, der sonst in derartigen Ländern „distanziert“ gesehene West-Europäer wird „anfassbar“ und die interkulturelle Begegnung möglich. Dadurch werden Schranken abgebaut und gegenseitiges Verständnis und Respekt aufgebaut.
Insbesondere in China, in dem das Fahrrad als bisher einziges Mobilitätsmittel zunehmend durch die Orientierung an westlichen Werten (Autofahren!) verdrängt wird, löst eine solche Reise, die natürlich auch durch die Medien begleitet werden soll, positive Entwicklungsimpulse aus.
- ...auf historischen Wegen zwei jahrtausendealte Kulturen, die griechische mit der chinesischen Kultur verbindet und so in gewisser Weise auch eine Brücke schlägt zwischen der Antike und Geburtsstätte der Demokratie und der aktuellen Moderne, dem wirtschaftlich boomenden China, indem Arbeitnehmerrechte, soziale und ökologische Standards erst in der Entwicklung sind.
- ...Nachhaltigkeit praktisch lebbar macht. Die Reise stellt auf einfache Weise dar, wie nachhaltiges Verhalten, das zunehmend mehr Wert gewinnt, aussehen kann.
- ...bisher nahezu unbekannte Reisedestinationen wie Tadschikistan oder Kirgisien die ihnen gebührende touristische Aufmerksamkeit erhalten.
- ...die Reiseteilnehmer nicht nur geografisch auf ca. 12.000 km von einem Kontinent zum anderen bringt, sondern sie sich aufgrund der kulturellen Unterschiede auch auf einer „Zeitreise“ befinden.
- ...nicht nur als Ganzes, sondern auch in Teilstücken a 15 – 21 Tage buchbar ist und als „Bus-Variante“ für weniger aktive Zeitgenossen entworfen wurde und die Teilnahme damit auch für Menschen ohne das entsprechende Zeit- oder Finanzbudget möglich ist.
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